Zündapp

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Zündapp wurde am 17. September 1917 von Fritz Neumeyer und der Zünder- und Apparatebau GmbH gegründet; 1919 war dann Fritz Neumeyer Alleineigentümer.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Geschichte

Das erste Motorrad ging 1922 mit der Z 22, einem 211 cm3 Nasenkolben Dreikanal- Zweitakter in Serie, das später von der verbesserten Z 2 G ersetzt wurde. Es folgte 1924 das Modell K 249 mit 249 cm3 und 3,5 PS.

Im Jahre 1925 wurde die K 249 in verbesserter Version als "Einheitsmodell" in Serie hergestellt. Es hatte anfangs einen 4,5 PS Zweitakter mit vollautomatischer Schmierung und ein Gewicht von 85 kg. Dieses wegen seiner Zuverlässigkeit und Robustheit sehr beliebte Modell wurde im Jahr 1927 8348 mal und ein Jahr später 16877 mal produziert.

Zum 1.4.1928 trat die Steuerfreiheit für alle Motorräder bis 200 cm3 in Kraft, sodass man bei Zündapp bereits im Juni 1928 ein 198 cm3 Modell vorstellte, ebenfalls ein Nasenkolben- Zweitaktmodell mit außenliegendem Schwungrad. Zündapp siegte damit bei der schweren Deutschen Sechstagefahrt und alle zwölf gestarteten Zündapps kamen ans Ziel.

1928/29 kam die ebenfalls sehr robuste Z 300 mit Dreikanal- Zweitaktmotor und 298 cm3 Hubraum heraus. Sie war mit einer außenliegenden Schwungscheibe und einer Leistung von 9 PS bei 3200 min-1 ausgestattet.

1930 wurden die sensationellen 499 cm3 ohv- Einzylindermaschinen mit den vierventiligen Python- Einbaumotoren, die bei Rudge in England produziert wurden, auf die Räder gestellt. Die "S"-Modelle erreichten 18, die "SS"-Modelle 22 PS.

Im Jahr 1932 kam ein 170 cm3 Kleinkraftrad heraus. In dieser Zeit wurde Hans- Friedrich Neumeyer zum Geschäftsführer ernannt.

Im Jahr 1933 wurden vollkommen neue Zündapp- Modelle vorgestellt, die von Richard und Xaver Küchen konstruiert waren. Es waren Zweitakter mit 198 cm3 und 346 cm3, Viertakt- Kardanmaschinen mit 498 cm3 ohv- und 598 cm3 sv- Zweizylinder- Boxermotoren sowie die allzeit hubraumstärkste Serienmaschine von Zündapp mit 796 cm3 sv- Vierzylinder- Boxermotor jeweils im Pressstahlrahmen. 1933 wurde die 100000. Zündapp produziert, 1936 die 150000. und 1938 die 200000.

Im März 1940 musste die Produktion von Zivilfahrzeugen bei Zündapp eingestellt werden. Für militärische Zwecke produzierte Zündapp den Typ KS 750, ein 746 cm3 Zweizylinder- Boxermodell mit angetriebenem Seitenwagen sowie Rückwärtsgang. 1942 wurde die 250000. Zündapp produziert.

Nach dem 2. Weltkrieg, in dem das Nürnberger Werk nahezu vollständig zerstört wurde, produzierte Zündapp in seinem Münchner Werk 49 cm3 Kleinmotoren. In Nürnberg wurde ab 1947 wieder Zweiräder produziert, hauptsächlich der Typ DB 201 mit 198 cm3 und 7,5 PS Leistung.

Im Jahr 1951 begann die Produktion des berühmten "Grünen Elefanten" KS 601, einem Zweizylinder- ohv- Boxer mit 598 cm3 Hubraum im Rohrrahmen, Kardanantrieb, Teleskopgabel und Hinterradfederung.

Wie Anfang der 50er Jahre üblich, wurden auch die 198 cm3 Zweitakt- Modelle "Norma" und "Comfort" mit einer Jurisch- Geradwegfederung und Telegabel ausgestattet. 1953 wurde die 400000. Zündapp produziert, 1954 die 500000.

Es folgten die schönen Bellaroller mit 148- und 198 cm3 Zweitaktmotoren, und die "Elastic" mit 198 cm3 und 10 PS sowie 247 cm3 und 14 PS jeweils mit Hinterradschwinge.

1955 kamen die aus der "Elastic" fortentwickelten "S"- Modelle mit 173-, 198- und 247 cm3. 1957 wurde mit diesen die Internationale Sechstagefahrt in der Tschechoslowakei gewonnen und die Modelle erhielten daraufhin die Bezeichnung "Trophy".

Die rückläufigen Absatzzahlen bei Motorrädern brachten die Konstruktion "Janus" auf den Markt, ein Kleinwagen mit 247 cm3 Zweitakter. Das Besondere: die Insassen saßen Rücken an Rücken und blickten somit in und gegen die Fahrtrichtung.

Im Jahre 1958 verlegte Zündapp seinen Sitz nach München, nachdem das Gelände in Nürnberg am 1.7.1958 an die Firma Bosch verkauft wurde.

Damit endet hier diese kurze Geschichte!

[bearbeiten] Modelle

Baujahre Modell Hubraum (ccm) Leistung (PS) Bemerkung
1921 - 1924 Z 22 211 2,5 2-Takt
1921 - 1924 Z 2 G 211 2,5
1923 - 1924 Z 249 249 2,75
1924 - 1925 K 211 211 2,5
1924 - 1925 K 249 249 3,5
1925 - 1927 EM 249 "Einheitsmodell" 249 4,5
1928 EM 300 "Einheitsmodell" 300 8
1928 Z 200 198 4,5
1928 - 1929 Z 300 298 9
1930 - 1931 Rekord 198 6
1930 - 1931 S 200 198 6
1930 - 1931 S 300 "Stahlmodell" 298 9
1930 - 1931 S 500 499 18
1930 - 1931 SS 500 499 22
1932 S 350 345 11
1932 B 170 "Zugvogel" 169 4,5
1932 B 200 198 6
1933 - 1934 DB 175 174 5,5
1933 - 1934 K 200 198 6,5
1933 K 400 398 10
1933 - 1940 K 500 498 13,5-16
1933 K 600 598 15 4-Zylinder
1933 - 1938 K 800 791 20-22 4-Zylinder
1933 OK 200 198 8,5
1933 - 1935 DE 200 198 7
1933 - 1935 DL 200 198 7
1935 DK 200 198 7
1935 - 1936 KK 200 198 7
1935 - 1936 K 350 349 12
1935-40, 1947-51 DB 200 198 7
1936 - 1938 DBK 200 198 7
1936 - 1939 KS 500 496 24
1937 - 1938 KKS 500 496 24
1936 - 1937 KK 350 349 11
1937 - 1940 DB 250 247 8,5
1938 - 1940 DBK 250 247 8,5
1937 - 1940 DS 350 346 17,5
1938-41, 1949-50 KS 600 597 28
1939 - 1940 DB 125 123 4,7
1939 - 1940 DL 125 123 4,7
1939 - 1940 DS 125 123 4,7
1940 - 1948 KS 750 751 26
1950 - 1951 DB 201 198 7,5
1951 - 1952 DB 202 198 7,5
1952 - 1953 DB 203 "Comfort" 198 8,7
1952 - 1953 DB 204 "Norma" 198 8,3
1953 - 1955 DB 234 "Norma Luxus" 198 8,3
1951 - 1957 KS 601 597 28
1953 B 250 247 18,5
1953 - 1955 DB 205 "Elastic 200" 198 9,5
1954 - 1955 DB 255 "Elastic 250" 246 13
1955 - 1958 200 S / 201 S 197 12
1956 - 1963 175 S / 175 "Trophy S" 174 10,5
1956 - 1963 250 S / 250 "Trophy S" 245 14,5
1953 - 1964 Bella 147 7,3
1953 - 1964 Bella 174 11
1953 - 1964 Bella 198 10-12

[bearbeiten] Konstrukteure

[bearbeiten] Rennerfolge

[bearbeiten] Weblinks


[bearbeiten] Literatur