Franzani

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L. Seidel produzierte seine Motorräder unter der Firma Franzani Motorenwerk GmbH in der Schwabenstraße 51 in Nürnberg. Von 1923 an war man in der Lage, eigene 298 cm³ Zweitaktmodelle, 1925 dann auch 350 cm³ Modelle anzubieten. Das 350er Motorrad, noch mit Riemenantrieb, verfügte aber bereits über Trommelbremsen. Ab etwa 1926 wurden die Maschinen mit J.A.P.-Viertaktmotoren mit 198 cm³ bis 496 cm³ ausgerüstet.

Die schwierige wirtschaftliche Situation zwang im Jahr 1928 zur Beschränkung auf nur einen Motorradtyp. Gebaut wurden dann, allerdings nur wenige, Exemplare vom Typ FK59 mit den von Richard Küchen konstruierten, dreiventiligen, obengesteuerten 497 cm³ Motoren. Der schleppende Absatz zwang dazu, die Firma an Gottlieb Düll in der Schoppershofstraße 8 in Nürnberg zu verkaufen. Dort wurde die Produktion unter dem Namen Franzani fortgeführt. Während die FK59 im Programm blieb, erweiterte man das Angebot um vier zusätzliche Modelle. Die Motorradpalette umfasste nun zusätzlich Modelle mit 200 cm³, zwei mit 300 cm³ und ein weiteres mit 500 cm³ Hubraum. Damit hat sich die kleine Motorradfirma wohl übernommen, denn 1931 musste die Produktion eingestellt werden.

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